Anonim
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Auf den Hügeln stehen Armeen. Das Gepäck kommt an, die letzten Nachzügler. Die ersten Schüsse sind zu hören. Ein weiterer letzter Angriff auf Apple und seinen iTunes Music Store hat begonnen.

Was Cupertino erschreckt, wenn jemand Angst hat, ist weniger der Einzelschuss als vielmehr die Unmenge von großen und kleinen Schüssen, die auf ihn zukommen. Zum Beispiel aus Japan, wo Sony BMG mit Playlouder MSP ein Peer-to-Peer-Netzwerk in einem geschlossenen Netzwerk von Playlouder selbst für den Austausch von Musikdateien zwischen Benutzern experimentiert. Wie bezahle ich? Flatrate, mit einem Abonnement und vor allem mit einer vom Netzwerk selbst garantierten Metrik, mit der Sie wissen, wie viele Kopien im umzäunten Netzwerk verbreitet werden. Der Vorteil liegt in der Infrastruktur: Mit dem P2P-System sind die Server diejenigen der Kunden und diejenigen, die verkaufen, sparen am Rechenzentrum.

Aber die anderen stehen nicht bereit: Selbst Warner tritt mit seinem neuen eLabel, dem volldigitalen Musiklabel, in den Kampf, mit dem Künstler die Kontrolle über ihre Arbeit behalten und sie über das Netzwerk verbreiten können. Keine CDs, keine Druck- und Vertriebskosten, nur ein Sichtbarkeitsproblem. Die von den Managern des amerikanischen Unternehmens (die in der Vergangenheit bereits einige ruinöse Versuche unternommen hatten) stark gewünschte Initiative ging jedoch so weit, dass die Rolle der Plattenfirmen darin bestand, "den Kunden das Produkt in der von ihnen gewünschten Form zu geben". Ein Schritt vorwärts.

Schließlich versuchen es die Briten mit BoxOffice365.com, einer Initiative von BiBC, der britischen Internet Broadcsting Company (die wie die bekannteste BBC klingt, aber eigentlich halb unbekannt ist), die einen engen Katalog von Filmen in VHS-Qualität zum Download anbietet Preise höher als die einer Miete, aber niedriger als der Verkauf. Sie beginnen mit einigen B-Movies und einigen Musikvideos, die Blockbuster für den Herbst versprechen. Natürlich nur mit dem Internet Explorer für Windows kompatibel.

Wenn der Angriff auf iTunes versucht, die Masse und nicht die Qualität des Angebots zu verbessern, ist dies sicherlich ein Zeichen dafür, dass Apple sich in diesem Winter mit einem reiferen und wettbewerbsintensiveren Markt auseinandersetzen muss. Es bleibt abzuwarten, wie Steve Jobs und seine Mitarbeiter eine sich langsam schließende Innovationslücke schließen wollen. Vielleicht mit neuen Dienstleistungen, vielleicht mit neuen Produkten. Und vielleicht mit einigen Ankündigungen auch in Paris, Ende September, während der AppleExpo …